AKTUELL


Aufführungen: Freitag, 28. und Samstag, 29. Juni 2019

Beginn: 20:30 Uhr

HebelHalle - Künstlerhaus UnterwegsTheater
Hebelstr. 9
69115 Heidelberg

Tickets/Buchung: Online unter:

Weitere Informationen unter:


Susanne Linke - Écoute ... Chopin

"Welche Reaktionen in meinem Körper können die Klänge von Chopins Klavier-Präludien erzeugen?"
Der Körper ist das einzige Mittel, um die Seele sichtbar zu machen." 
(Susanne Linke)

Photo: Edoardo Opplinger
Photo: Edoardo Opplinger

Intensiv befragt Susanne Linke jedes ihrer Bewegungsmotive, prüft, verwirft, beginnt von Neuem. Es ist ein Vorgang, in dem jede Bewegung geschliffen wird, bis am Ende jede feinste Verästelung im Körper aufgespürt ist, bis man genau erkennen kann, welchen Weg eine Emotion durch den Körper nimmt. Eine Durchsichtigkeit wird hier gesucht, die den Zuschauer erkennen lässt, wie feinnervig und sensibel unsere Körper die Gefühle durchscheinen lassen.

Susanne Linke begann den Tanz bei Mary Wigman in Berlin, bevor sie an der Folkwang Hochschule in Essen studierte und Tänzerin des Folkwang Tanz Studios unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch wurde. Nach Mitte der 1980er Jahre begann sie eine internationale Karriere als Solotänzerin und Choreografin. Anfang der 90er Jahre wurde sie "Artist in Residence" am Hebbel-Theater in Berlin (heute HAU Hebbel am Ufer). Von 1994 bis 2000 war sie Leiterin des Tanztheaters am Bremer Theater. 2000/01 wurde sie Mitbegründerin des Choreographischen Zentrums Essen, dessen künstlerische Leiterin sie war. Seit 2001 arbeitet Susanne Linke als Choreografin und freie Tänzerin. Von 2015/17 war sie künstlerische Leiterin der Tanzabteilung des Trierer Theaters und ist seitdem wieder freischaffend tätig.

Choreographie, Tanz, Ausstattung: Susanne Linke


Urs Dietrich - THALAMUS2

"Wer heute noch nicht verrückt ist, ist einfach nicht informiert." (Gabriel Barylli)

Photo: Dieter Hartwig
Photo: Dieter Hartwig

Eine Person wie aus lauter divergierenden Einzelteilen montiert, die nicht zueinander  passen. Gut möglich, dass der titelgebende Thalamus, jene Hirnregion, die das „Tor zum Bewusstsein“ genannt wird, seinen Dienst versagt. Unabhängig solch klinischer Befunde  zeigt Urs Dietrich in seinem Solo ganz allgemein einen zeittypischen Zustand der  Verunsicherung und Verlorenheit. THALAMUS ist ein kraftvoller Alleingang, der Brüche und Widersprüche bewusst einsetzt und einfache Details zu Dramen und zu einer Poesie des Raumes verdichtet. Eine Suche nach den Geheimnissen des Wandels und der  Auflösung realer Zeit .


Die Themen von dem Choreographen und Tänzer Urs Dietrich, sind kritische Reflexionen über unsere Zeit in einer Bildsprache, die mit zunehmender Intensität eine Poesie des Raumes entwickelt. Basierend auf der Tradition des Tanztheaters und der deutschen Ausdrucksweise des Tanzes, hat Urs Dietrich seit den frühen 80er Jahren zahlreiche Soli und Stücke für Ensembles geschaffen. Er wurde 1958 in Visp in der Schweiz geboren, wo er zunächst Textildesign studierte. Von 1981 bis 1985 studierte er Tanz an der Folkwang Hochschule in Essen und später in New York. 1988 begann er selbstständig als Tänzer und Choreograph zu arbeiten und tourte durch ganz Europa, Asien, Indien, Nord- und Südamerika. Solowerke wie "Da war plötzlich ... Herzkammern" oder "An der Grenze des Tages" wurden vom Hebbel-Theater in Berlin produziert.

Choreographie, Tanz, Ausstattung: Urs Dietrich

Sounddesign: Wolfgang Bley-Borkowski

Technik: Martin Pilz