AKTUELL


Im Rahmen von "Big names of Dance in Ascona"

Premiere: Sonntag, 21. Oktober 2018

Beginn: 17:00 Uhr

Teatro San Materno
Via Losone 3
CH-6612 Ascona
Tel.: +41 (0) 91 792 30 37

Tickets/Buchung:
Telefon: +41 (0) 79 646 16 14 

und/oder Online unter:


Susanne Linke - Écoute ... Chopin

"Welche Reaktionen in meinem Körper können die Klänge von Chopins Klavier-Präludien erzeugen?"
(Susanne Linke)

Photo: Bettina Stoess
Photo: Bettina Stoess

Nach Carolyn Carlson und Sasha Waltz kommt eine weitere Choreografin, die eine Seite des zeitgenössischen Tanzes geschrieben hat, nach Ascona: Als Weltpremiere präsentiert Susanne Linke progressive Bewegungsabläufe und Interaktionen zwischen Emotionen und Körperempfindungen.

Susanne Linke begann den Tanz bei Mary Wigman in Berlin, bevor sie an der Folkwang Hochschule in Essen studierte und Tänzerin des Folkwang Tanz Studios unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch wurde. Nach Mitte der 1980er Jahre begann sie eine internationale Karriere als Solotänzerin und Choreografin. Anfang der 90er Jahre wurde sie "Artist in Residence" am Hebbel-Theater in Berlin (heute HAU Hebbel am Ufer). Von 1994 bis 2000 war sie Leiterin des Tanztheaters am Bremer Theater. 2000/01 wurde sie Mitbegründerin des Choreographischen Zentrums Essen, dessen künstlerische Leiterin sie war. Seit 2001 arbeitet Susanne Linke als Choreografin und freie Tänzerin. Seit der Saison 2015/16 ist sie künstlerische Leiterin der Tanzabteilung des Trierer Theaters.

Choreographie, Tanz, Ausstattung: Susanne Linke


Urs Dietrich - THALAMUS2

"Wer heute noch nicht verrückt ist, ist einfach nicht informiert." (Gabriel Barylli)

Photo: Dieter Hartwig
Photo: Dieter Hartwig

Eine Person besteht aus einzelnen, stark divergierenden Teilen, die nicht zueinander passen. Äusserlich ruhig und kontrolliert, innerlich in einem Tumult widerstreitender Gefühle und Interessen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Titel Thalamus darauf anspielt, dass der Teil des Gehirns, der "Schwelle des Bewusstseins" genannt wird, sich weigert, seine Pflicht zu erfüllen. Ungeachtet einer solchen klinischen Deutung zeigt Urs Dietrich in seinem Solo eine typische Verlustsituation im Allgemeinen. Im dritten Teil des Stückes öffnet sich der innere Konflikt der Leidenschaft; die Persönlichkeit - im wörtlichen Sinne - lässt sich gehen, und das gilt für Gut und Böse. Lass dich von der Strömung mitreissen; oder finde dich mit deinem Schicksal ab. Finale offen.


Die Themen von dem Choreographen und Tänzer Urs Dietrich, sind kritische Reflexionen über unsere Zeit in einer Bildsprache, die mit zunehmender Intensität eine Poesie des Raumes entwickelt. Basierend auf der Tradition des Tanztheaters und der deutschen Ausdrucksweise des Tanzes, hat Urs Dietrich seit den frühen 80er Jahren zahlreiche Soli und Stücke für Ensembles geschaffen. Er wurde 1958 in Visp in der Schweiz geboren, wo er zunächst Textildesign studierte. Von 1981 bis 1985 studierte er Tanz an der Folkwang Hochschule in Essen und später in New York. 1988 begann er selbstständig als Tänzer und Choreograph zu arbeiten und tourte durch ganz Europa, Asien, Indien, Nord- und Südamerika. Solowerke wie "Da war plötzlich ... Herzkammern" oder "An der Grenze des Tages" wurden vom Hebbel-Theater in Berlin produziert.

Choreographie, Tanz, Ausstattung: Urs Dietrich

Sounddesign: Wolfgang Bley-Borkowski

Technik: Martin Pilz